Bußgeldbescheid: Beim zu schnell Fahren geblitzt worden?

Unachtsamkeit und Zeitdruck sind nur zwei von ganz verschiedenen Gründen für eine Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Straße. Steht ein dringender Termin an oder fährt man dem lang ersehnten Feierabend entgegen, drücken Autofahrer gelegentlich stärker auf das Gaspedal. Wird der Autofahrer dann beim zu schnellen Fahren geblitzt, lässt der Bußgeldbescheid von der zuständigen Behörde nicht lange auf sich warten. Mit dem Bußgeldbescheid erfährt der betroffene Fahrer, wie viele Kilometer pro Stunde er zu schnell auf der Straße unterwegs war – nach Abzug eines Toleranzwertes. Zudem wird mitgeteilt, welche Strafe der Fahrer zu erwarten hat. Das ist ärgerlich, aber die legitime rechtliche Konsequenz für Verstöße im Straßenverkehr. Neben Hilfe bei urheberrechtlichen Abmahnungen hat sich die Kanzlei VON RUEDEN auch auf Verkehrsrecht spezialisiert. Wir erklären Ihnen, welche Strafen Sie bei Geschwindigkeitsverstößen erwarten können und wann sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid lohnt. 

Welche Strafen sieht der Bußgeldkatalog vor? 

Der Bußgeldkatalog gibt die Strafen für unterschiedliche Vergehen im Straßenverkehr vor – so auch für Tempoverstöße. In diesen Fällen sind Geldbußen, Punkte in Flensburg und sogar Fahrverbote möglich. Das Ausmaß der Strafe – die Höhe des Bußgeldes, die Anzahl der Punkte und die Länge des möglichen Fahrverbotes – hängen von der gemessenen Geschwindigkeitsüberschreitung ab. Je stärker der Fahrer von der vorgegebenen Maximalgeschwindigkeit abweicht, umso härter ist die Strafe, die der Bußgeldbescheid mitteilt. 

Tempovergehen innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaften? 

Neben der Höhe der überschrittenen Geschwindigkeit wird auch der Ort des Geschwindigkeitsvergehens bei der Sanktionierung berücksichtigt: Tempoüberschreitungen in Orten werden härter bestraft als Geschwindigkeitsvergehen außerhalb geschlossener Ortschaften – wie etwa auf Landstraßen oder Autobahnen. Der Bußgeldkatalog trifft diese Unterscheidung, weil überhöhte Geschwindigkeiten innerhalb von Städten und Gemeinden potenziell gefährlicher für die übrigen Verkehrsteilnehmer sein können als außerhalb geschlossener Ortschaften. 

Bußgeld, Punkte oder Fahrverbot? 

Für innerörtliche Geschwindigkeitsüberschreitungen droht bei bis zu 20 km/h zu schnellem Fahren eine Geldstrafe bis 35 Euro. Außerorts fallen bis zu 30 Euro an. Ab 21 km/h Tempoüberschreitung kommen Punkte in Flensburg als Strafmaßnahme dazu. Wer in geschlossenen Ortschaften 26 km/h zu schnell fährt, muss mit einem Fahrverbot rechnen, wenn er innerhalb der vergangenen 12 Monate bereits mit einem ähnlichen Geschwindigkeitsverstoß aufgefallen ist. Dann gilt der Fahrer als Wiederholungstäter. Ab 31 km/h innerorts zu viel auf dem Tacho wird garantiert ein Fahrverbot verhängt. Die Länge beträgt je nach Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung zwischen einem und drei Monaten. Bei außerörtlichen Tempoüberschreitungen zwischen 26 und 40 km/h wird gegen Wiederholungstäter ein Fahrverbot von einem Monat verhängt. Bei 41 km/h zu schnell auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften sind Fahrverbote von ein bis drei Monaten fällig. Die Höchste Strafe, die ein Fahrer wegen überhöhter Geschwindigkeit in Deutschland laut Bußgeldkatalog erhalten kann, umfasst 680 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein dreimonatiges Fahrverbot. Diese Konsequenz müssen Fahrer tragen, die innerorts mit über 70 km/h geblitzt wurden. 

Einspruch gegen Bußgeldbescheid einlegen? 

Das genaue Vergehen und die gemessene Geschwindigkeitsüberschreitung werden dem Fahrer per Post in einem Bußgeldbescheid mitgeteilt. Zudem enthält der Bescheid die konkrete Strafe für den Tempoverstoß. Innerhalb von 14 Tagen muss sich der Betroffene entscheiden, ob er die Strafe annimmt oder Einspruch erhebt. Ein Einspruch lohnt sich, wenn der Bußgeldbescheid aufgrund von formellen oder technischen Fehlern ungültig ist. Wer sich nicht sicher ist, ob der Bußgeldbescheid wirksam ist, sollte sich an einen Rechtsanwalt wenden. VON RUEDEN Rechtsanwälte sind Experten im Verkehrsrecht und beraten Sie gern zu Ihrem Bußgeldbescheid. Machen Sie schon heute unseren kostenfreien und unverbindlichen Online-Check und finden Sie heraus, ob sich ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid lohnt. 

 

Was ist
zu tun?

  1. Ruhe bewahren
  2. Nicht den geforderten Betrag zahlen
  3. Kostenlose Ersteinschätzung anfordern
Telefon Icon

Wählen Sie: 030 / 200 590 77 0

Rückruf erwünscht?

Gern rufen wir Sie zurück
  • Akzeptierte Datentypen: png, jpg, bmp, gif, pdf.