Die im Schreiben genannte IP Adresse stimmt nicht

Die im Schreiben genannte IP Adresse stimmt nicht

Meine IP Adresse stimmt nicht mit der in dem Schreiben angegebenen überein

IP Adressen dienen ganz allgemein dazu, Geräte innerhalb eines Netzwerkes klar identifizierbar zu machen und zwar anhand des so genannten „Internet Protokolls“, daher auch die Abkürzung. Laienhaft gesprochen funktioniert hier die IP Adresse quasi wie eine Telefonnummer, mit der ein bestimmtes Gerät erreicht werden kann. Zu einer Telefonnummer, die natürlich unveränderlich sein muss, damit sie funktioniert, gibt es aber erhebliche Unterschiede. Da IP Adressen Netzwerk bezogen sind, können sich von Netzwerk zu Netzwerk die Adressen auch wiederholen, anders als etwa Telefonnummern.

 Ein häufiger Grund für Verwirrung ist unserer Erfahrung nach die Verwechslung der so genannten internen und externen IP Adresse. In einem heute typischerweise anzutreffenden Heimnetzwerk befindet sich am Internetanschluss der Wohnung nicht mehr direkt der PC, sondern es ist zumeist ein so genannter Router (z.B. eine Fritzbox) zwischengeschaltet. Der Router einerseits vergibt nun zur Kommunikation mit den an ihn angeschlossenen Endgeräten (PC’s, Handys, etc.) IP Adressen für das Heimnetzwerk. Diese beginnen für gewöhnlich mit den Ziffern 192.168.0.xx, wobei xx für eine fortlaufende Zahl steht. Diese interne IP Adresse darf jedoch nicht mit der so genannten externen IP Adresse verwechselt werden, welche von ihrem Internetanschluss Anbieter Ihnen zugewiesen wird, um ihren Internetanschluss im Internet erkennbar zu machen.

Statische IP Adresse und Dynamische IP Adresse

Während die IP Adressen im Heimnetzwerk häufig einmal bei der Installation festgelegt werden und sich danach nicht mehr ändern (so genannte feste IP Adresse), ändert sich die externe IP Adresse, die Sie von Ihrem Internetanschlussanbieter zugeteilt bekommen, in regelmäßigen Abständen. Daher spricht man auch von einer sogenannten dynamischen IP-Adresse. in aller Regel erfolgt nämlich von Seiten Ihres Providers eine Zwangstrennung und damit Neuvergabe der IP Adresse alle 24 Stunden.

 Nur diese dynamsische IP-Adresse war Gegenstand der Drittauskunft gem. § 101 Abs. 9 UrhG, wonach Ihre persönlichen Daten herausgegeben worden sind und auf die sich der (möglicherweise) beigefügte Gerichtsbeschluss bezieht und auf welchen allein sich die Abmahnung stützt. Wenn Sie jetzt also bei Erhalt der Abmahnung ihre aktuelle (externe) IP Adresse mit der im Schreiben der Abmahnkanzlei angegebenen vergleichen, ist zu erwarten, dass diese unterschiedlich sind. Grundsätzlich können Sie also davon ausgehen, dass die IP Adresse, welche in der Abmahnung genannt ist, zu dem damaligen Zeitpunkt auch ihren Internetanschluss zugewiesen war.

 

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